Ein blog für Frauen in den Wechseljahren, Körper und Psyche laufen Amok :) Hilfreiche Tipps für die heißen Zeiten und was danach kommt

Archiv für die Kategorie ‘Selbstbewusstsein’

Innen und außen

Veränderung findet innen und außen statt. Wie gut oder weniger gut, liegt auch oder hauptsächlich daran, wie Du darüber denkst. Wird es besser? Für mich waren die letzten 10 Jahre eine ständige Veränderung zum Guten hin. Wie siehst Du Dich mit sagen wir mal 55 Jahren? Siehst Du Dich als aktive und attraktive Frau, die jetzt schon viel eher weiß,was sie will? Es benennen kann und sich auch traut,  ihre Vorstellungen laut und deutlich zu äußern? Sich nicht mehr nach jeder hochgezogenen Braue richtet,wenn die Vorstellungen mit denen der anderen nicht konform sind.

Zu sich selber stehen, sich selber wirklich mögen hat nichts mit Egoismus zu tun, sondern mit Reife.

Das Bild, das wir von uns zeichnen,lässt uns auch in dieses Bild hineinwachsen. Korrekturen kannst Du immer wieder vornehmen. Denn was Dir heute gefällt, kann Dir in 2 oder 3 Jahren schon überflüssig vorkommen. Hauptsache im Fluß bleiben. Mal aktiv, in der Strömung,oder ein bisschen anstrengend auch gegen den Strom. Dann wieder treibend in einem Boot, den Himmel beobachtend oder die Landschaft. Das Leben selbst hat ja noch Herausforderungen jeder Art für uns parat.  Ich habe einen Begriff für mich gefunden, was alles ausdrückt, was mich jetzt und zu jeder Zeit, die noch kommen wird, ausmacht. Ich nenne es Lebenskünstlerin. Dieser Begriff ist im Sommer dieses Jahr aufgetaucht, einfach so in meinem Inneren. Und er hat mich so richtig glücklich gemacht und ich habe beschlossen, wenn mich jemand fragt, was ich beruflich mache, antworte ich, hauptberuflich Lebenskünstlerin. Ds umfasst alles, was ich bin. Mit weniger gebe ich mich nicht mehr zufrieden. ❤

september2014 025

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Warum ist es so schwer, uns selbst so zu mögen, wie wir halt sind?

Ich glaube, vieles ist anerzogen und antrainiert. Ich weiß noch, als ich als junges Mädchen vor dem Spiegel stand, mich anschaute um mein äußeres ich, was sich sehr schnell veränderte anschaute. Meine Mutter sah es und sagte, sei nicht so affig. Sie mißbilligte alles, was ich tat, um mir und anderen zu gefallen. Und ich hatte den Eindruck, es ist nicht gut, offen zu zeigen, das ich mich mag. Ausprobieren, was ich noch nicht kannte. Also versteckte ich mein Frausein und hab ganz lange gebraucht, um mich zu mögen, als Frau

Die öffentlichen Feministinnen, in deren Dunstwolke ich groß geworden bin, haben es ja auch immer wieder gepredigt. Frauen sind keine Sexobjekte. Das stimmt wohlgemerkt, aber wohin hat das nun geführt? Die Resonanz darauf war, das es immer mehr nackte Fauenkörper gab und gibt. Überall. Und das sich heute fast alle Frauen nur noch über ihr Äußeres identifizieren. Hat also auch nicht wirklich was gebracht.

Mir war es unangenehm, wenn Männer mir Komplimente machten, da konnte ich nix mit anfangen. Seit einigen Jahren kann ich das wesentlich besser annehmen und habe gelernt, mich einfach für das Kompliment zu bedanken und gut ist.

Und was noch viel besser ist, ich kann mich auch mal selbst loben und anerkennen, wenn ich etwas gut gemacht habe. Das war schon schwerer. Aber mit viel Übung hat es geklappt. Falsche Bescheidenheit bringt uns nicht weiter und immer abzuwiegeln, ach das war doch nix besonderes, nein, es war nicht immer leicht, bestimmte Dinge zu tun, zu erreichen. Und ich erkenne mich an und lobe mich dafür. Wer mich als arrogant betrachtet deswegen, darf das gerne weiterhin tun, mich störts nicht. Ich mag mich so wie ich bin. Und das war harte Arbeit 😀

 

Das Verabschieden von Lebenslügen und der Einzug von Weisheit

Eines der wirklich befreienden Eigenschaften, wenn man durch die Wechseljahre geht, ist das Erkennen und verabschieden von eigenen Lebenslügen. Wir haben uns möglicherweise in all den vergangenen Jahren oft in die eigene Tasche gelogen. Sind auch Lügen von anderen aufgesessen, die uns bestimmte Dinge über das Frausein weismachen wollten. Das ist nun bei den meisten von uns vorbei. Wir wissen nun, wer wir wirklich sind, können alten Balast abwerfen und fühlen uns freier.

Wir wissen nun, das bestimmte Illusionen über Männer, die Ehe, über das Erziehen von Kindern einfach nicht lebbar sind. Jede Person, mit der wir in enger Beziehung stehen, hat eine eigene Persönlichkeit, die wir nicht mit allen Mitteln umformen können und sollen. Auch unsere eigenen Schwächen sind uns wesentlich bewusster und wir haben uns, wenn alles gut gelaufen ist, und wir unsere Schattenseiten auch einmal ehrlich betrachtet haben, anerkannt und integriert. Sehr wertvoll dabei war für mich das Buch und Vorträge von Dr. Rüdiger Dahlke, die ich mir auf Youtube angeschaut habe. Wir sind eben nicht nur lichte Gestalten, sondern haben alle unsere Schattenseiten. Es ist heilsam, das anzuerkennen, sie nicht weiter zu leugnen.Rüdiger Dahlke hat auch sehr anschaulich dargestellt, wie wir Frauen uns selber „fertigmachen“. Jeden Tag dieser Blick auf unsere ungeliebten Stellen am Körper, unser wetteifern mit den vermeintlich Schöneren, Beliebteren. Das macht extrem schlechte Laune. Und gerade in der Zeit, in der unser Körper sich so verändert, und wir uns oft genug schon wegen der Hormone selbst nicht leiden können, sollten wir verstehen, das es nichts nutzt, niemandem nutzt, wenn wir uns auch noch selber niedermachen.

Es fallen zentnerweise Lasten von uns ab, wenn wir uns endlich als die mögen, die wir nun mal sind. Das ist dann auch wie eine Einladung für unsere Umwelt, uns mehr zu mögen.

Gedanken übers älter werden

Hand aufs Herz, das was uns Frauen in diesen wechselhaften Zeiten immer wieder bechäftigt, ist der Stempel, den uns Mutter Natur durch die Wechseljahre aufdrückt, wir sind nicht mehr die Jüngsten und der körperliche Abbau wird sichtbar. Natürlich haben wir auch mit 30 schon vor dem Spiegel die Veränderungen wahrgenommen, aber mit 45 oder 50 ist es irgendwie anders. Wir wissen inzwischen, das wir nicht unsterblich sind und haben bei unseren Großmüttern und Müttern bereits miterlebt, was es bedeutet älter zu werden. Unsere Großmütter haben in den allermeisten Fällen zwischen 50 und 60 Jahren auch schon ausgesehen wie Großmütter. Unsere Mütter schon weniger. Heute ist dieses forever young Label so deutlich durch die Schauspielerinnen und Popstars wie Madonna und Cher schon ein Hype geworden. Wenn ich lese, wie sich Madonna aber auch schon Heidi Klum mit ihrem täglichen Fitness Coach  stundenlang auf jung und knusprig quälen, denke ich oft, weniger wäre mehr. Ohne Zweifel schadet ein wenig Disziplin bei der Ernährung nicht und auch einige Stunden Sport in der Woche bekommen dem Körper sehr gut, aber dennoch möchte ich jeden Tag meines Lebens geniessen, auch die, an denen ich mich nicht so toll fühle. Ich nehme mein Leben heute viel bewusster wahr und bin dankbar, für all die kleinen Dinge, die so schön sind in meinem jetzigen Leben. Vieles war mir früher nicht so bewusst, hat mich mehr aufgeregt, aus der Fassung gebracht. Natürlich ist es ein Prozess, der Jahre dauert, aber ich möchte keinen Tag jünger sein, als ich es bin und habe mich nie so gut gefühlt, wie heute. Ein bisschen mehr Gelassenheit, Lebenserfahrung und ein Quentchen Disziplin meinem körper zuliebe, versüssen mir mein Leben jeden Tag.. Und so habe ich heute eine ganz andere Wertschätzung für all das, was ich bin und erlebe. Wenn ich die Wechseljahre mit Monaten im Jahreskreis vergleichen soll, würde ich den August und den September als Vergleich anführen. Den August für die Hitze abwechselnd mit den darauf folgenden Gewittern 😀 und den September für die Zeit, in der Du die Gewissheit hast, Du hast Dein Leben, Deine Lebensaufgabe gepackt, erkannt und beginnst Dich auf die Ernte vorzubereiten. Es fängt jetzt eine ganz neue Zeit an, in der Du in Ruhe überlegst, was Du nicht mehr brauchst, was noch neues hinzu kommen kann. Ich finds wunderbar.

August2014 002

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